Von Passwörtern zu Zero Trust: Wie moderne Identity Security wirklich aussieht
Von Passwörtern zu Zero Trust: Wie moderne Identity Security wirklich aussieht
Diego Falzone
11/24/20252 min read
Moderne Identity Security löst sich von statischen Passwörtern und baut auf dem Prinzip „Vertraue niemandem, überprüfe alles“ auf – Zero Trust. Der Artikel kann zeigen, warum Passwörter allein scheitern, was Zero Trust in der Praxis bedeutet und wie Unternehmen schrittweise dorthin kommen.
Vom Passwort zur Identität
Passwörter sind schwach, werden wiederverwendet, landen in Leaks und sind anfällig für Phishing, Brute-Force und Social Engineering. Zero Trust geht deshalb davon aus, dass Zugang nicht mehr primär über ein Passwort, sondern über eine verifizierte, kontextbezogene Identität gewährt wird. Identität wird zur neuen „Perimeter-Grenze“: Wer du bist, in welchem Kontext du zugreifst und welches Risiko dieser Zugriff hat, entscheidet über Erlaubnis oder Block.
Grundprinzipien von Zero Trust
Zero Trust basiert auf „Assume Breach“: Es wird angenommen, dass Angreifer bereits im Netzwerk sind, daher erhält niemand automatisch Vertrauen – weder intern noch extern. Zentrale Bausteine sind Least Privilege, kontinuierliche Verifizierung und Mikrosegmentierung, damit sich ein Angreifer nicht einfach seitlich durch die Umgebung bewegen kann.
Was moderne Identity Security ausmacht
Moderne Identity Security kombiniert starkes Identitäts- und Zugriffsmanagement (IAM), Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) und fein granulare Richtlinien. Ein IAM-System prüft Identitäten, verwaltet Rollen und sorgt dafür, dass nur autorisierte Nutzer und Geräte Zugriff auf definierte Ressourcen bekommen. Ergänzend bewerten Conditional-Access-Richtlinien Signale wie Standort, Gerät, Risiko oder Sensitivität der Anwendung und entscheiden dynamisch, ob ein Zugriff erlaubt, härter abgesichert oder geblockt wird.
Zero Trust in der Praxis
In der Praxis bedeutet Zero Trust Identity, dass jede Zugriffsanfrage authentifiziert, autorisiert und verschlüsselt wird – unabhängig davon, ob sie aus dem internen Netz oder aus dem Internet kommt. Unternehmen setzen dazu auf MFA, Gerätezustandsprüfungen, Just-in-Time- und Just-Enough-Access-Modelle sowie regelmäßige Revalidierung von Sessions, um kompromittierte Konten und Geräte schneller zu erkennen.
Schritte auf dem Weg zu Zero Trust
Ein realistischer Weg beginnt mit Inventur: Welche Identitäten, Konten, Anwendungen und privilegierten Rollen existieren tatsächlich. Danach folgen Maßnahmen wie verpflichtende MFA, Berechtigungsbereinigung nach Least Privilege und Einführung von Conditional Access für kritische Ressourcen. Anschließend können Unternehmen Mikrosegmentierung, Zero-Trust-Zugriff auf Applikationen (z.B. ZTNA) und kontinuierliches Monitoring etablieren, um das klassische Passwort-Paradigma schrittweise durch ein identitätszentriertes Zero-Trust-Modell zu ersetzen.
